Briefmarken-Literatur
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Aus dem Briefmarken-Lexikon
Gestempelt
Die mit Tagesstempel gestempelte Briefmarke hat ihren ursprünglichen Zweck, den Entgeldnachweis für eine Postleistung nachzuweisen, erfüllt. Damit hat sie alles, was eine postfrische Marke auch hat - plus einem Entwertungsstempel. Einem Stempel, der in seiner Erscheinungsform und der Art, wie er auf die Briefmarke aufgebracht wurde, eine ungeheure Vielfalt möglich macht. Besonders auch der Nachweis für politische Besonderheiten ist in ihm zu erkennen, aber auch postalische.
10.000 postfrische Marken sind absolut identisch, 10.000 gestempelte jedoch alle unterschiedlich. Dies und besonders die Qualitäten der Stempel machen diese Sammelart, besonders durch ihre Vielfältigkeit, zur Nr. 1 der Sammelvarianten.
Die Qualität eines Stempels bemißt sich ganz einfach daran, wie voll, zentriert und klar dieser Stempel abgeschlagen wurde. Wenn man davon ausgeht, daß ein "Traumstempel", also ein absolut zentrischer Vollstempel, "glasklar" aufgebracht, auf einer Scala von 100 Punkten diese 100 Punkte erreicht, dann kann man die darunter liegenden Qualitäten z.B. zwischen 80 und 99 einordnen. Unter 80 Punkten liegende Qualitätsstufen sind nicht sammelwürdig. Hier handelt es sich um Stempel, die unschön, z.B. sehr fett abgeschlagen wurden, oder Stempel, die nicht lesbar, also im Eventualfall nicht prüfbar sind. Nicht prüfbar sind Stempel, bei denen Ort und Datum nicht eindeutig lesbar sind.
Zu beachten ist auch, daß der Stempel zeitgerecht, also während der Gültigkeit der Marke, spätestens jedoch, das sagt der "Michel", in der folgenden Portoperiode abgeschlagen sein sollte. Wobei sofort die Frage auftaucht, warum? Sind unbegrenzt gültige Briefmarken nicht unbegrenzt gültig?
Spezielle Ersttagsstempel, also für Sammler hergestellte Stempel, halte ich für einen Sammler gestempelter Marken für nicht sammelwürdig. Diese Stempel werden hunderttausendfach in der gleichen Art abgeschlagen und sind, abgesehen von einigen seltenen frühen Ausgaben, nicht nur ohne Wertentwicklung, die Ausgaben der letzten 50 Jahre haben ihren damaligen Verkaufswert sogar vollkommen verloren.
Die so gestempelten Marken, Ersttagsbriefe und Ersttagsblätter und auch sonstige speziell für Sammler hergestellten Dinge sollten deshalb speziellen Sammlern überlassen werden, die einen solchen vorprogrammierten Wertverlust akzeptieren.
Das Briefesammeln ist zugegeben die Königsdisziplin des Briefmarkensammelns. Allerdings sehe ich dies nicht als Konkurrenz zum Sammeln postfrischer oder gestempelter Briefmarken, sondern als wunderbare Ergänzung. Ich wage nicht zu entscheiden, was schöner ist: ein wunderbares postfrisches Stück, eine traumhaft gestempelte klassische oder moderne Marke oder ein Geschichten und Geschichte erzählender Brief.
Guten Abend, liebe Briefmarkenfreunde !
Gut Ding, besonders Qualität, will Weile haben, langsam wachsen.
So auch diese Seite, auf der ich, Günther Köpfer, Briefmarkensammler seit mehr als 50 Jahren, Sie herzlich Willkommen heiße.
Den Briefmarkensammler als Zielgruppe, ist der philatelistische Buch- und Zeitschriftenmarkt übersäht von Angeboten, die allesamt vorgeben, für ihn gemacht, nützlich und, logischerweise, „unentbehrlich“ zu sein.
Einige wenige unentbehrliche gibt es tatsächlich, aber selbst bei den meisten Empfehlenswerten muß man teils gewaltige Abstriche machen. Als Grund hierfür sehe ich, daß sie fast alle aus der Ecke kommen, die mit dem Briefmarkensammler möglichst gute, nur leider oft einseitige Geschäfte machen möchten - immer zu dessen Nachteil.
Viele Titel solcher Literatur muß man jedoch als „nicht empfehlenswert“ einstufen.
Hierfür Geld auszugeben, wäre wie Geld aus dem Fenster zu werfen. Durch nur teilweise Information, komplettes Weglassen oder fehlende Interpretation werden uninformierte Sammler auf falsche, ausschließlich dem Handel dienende Fährten gelockt.
Ergebnis sind, wie derzeit zigtausende, ja hunderttausende Beispiele beweisen, in Jahrzehnten teuer erkaufte, nun wertlose Sammlungen – und verärgerte Sammler.
Mit meinen diversen Internet-Auftritten möchte ich solch furchtbare Entwicklungen vermeiden helfen, und mit meiner neuen Seite www.briefmarken-literatur.de Entscheidungshilfen für oder gegen den Kauf irgendwelcher Briefmarken-Literatur geben.
Für die Bewertung stelle ich ganz einfach die logischen Ansprüche von uns Sammlern an ein Produkt dem gegenüber, was es tatsächlich beinhaltet, fertig.
Sortiert nach
Ratgeber            Kataloge und Handbuch-Kataloge
Zeitschriften         Artverwandtes
kann man dann die Bewertungsergebnisse als
"?" (für eigene Werke)        sehr empfehlenswert        
empfehlenswert
bedingt empfehlenswert         
nicht empfehlenswert
ablesen
Vom jeweils bewerteten Produkt kommt man mit einem Klick zur Besprechung, in der einmal weitere Informationen und Tipps hierzu gegeben werden, vor allem aber über, „Anspruch“, „Tatsachen“, „Realität“, „Bewertung“, wie es zum jeweiligen Urteil gekommen ist.
Freuen würde ich mich darüber, wenn ich Bewertungen zum Positiven verändern dürfte, denn das wäre ja mit der Anerkennung des Briefmarkensammlers als solchem verbunden.
Viel Spaß!