Briefmarken-Literatur
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Aus dem Briefmarken-Lexikon
Ästhetik
Ästhetik ist ein alle Sinne und Gefühle angenehmst berührendes Empfinden.
Visuelle Schönheit ist nur ein Aspekt der Ästhetik, ist überwiegend Zeitgeist und liegt im Auge des Betrachters, des Empfindenden.
Erst in Verbindung mit vielen anderen überwiegend subjektiv gefühlten, selten genau verifizierbaren Empfindungen kann auch Schönheit ästhetisch wirken. Kann.
Andererseits muß Schönheit nicht einem Zeitgeist entspringen. Sie kann ebenso Stimme, Ausdruck, Haltung, Verhalten, Denken, einer Situation und vielem anderen entspringen, und so objektive Ansprüche erfüllen - unterschiedlich von Mensch zu Mensch.
In jeglicher Art des Sammelns, besonders aber in der Philatelie spielt die Ästhetik eine überragende Rolle. Der erste sammlerische Kontakt zu diesem Hobby entspringt weit überwiegend der ästhetischen Wirkung meist einer oder gleichartiger Briefmarke(n) oder Objekte.
Dies entwickelt sich mit den verschiedensten höchsten Qualitätsansprüchen weiter über eine Sammlung, deren Anordnung, Stempel, Briefe und deren Gestaltung bis hin zur Unversehrtheit einer Marke oder eines Briefs, die unbedingte Grundlagen sinnvollen Sammelns sind.
Für den ernsthaften Briefmarkensammler ist es selbstverständlich, daß eine postfrische Briefmarke wirklich wie soeben frisch von der Post bezogen ist, einwandfrei gezähnt. Weitere Qualitätsmerkmale sind hochwillkommen.
Und die Genießer unter den Philatelisten wissen, eine zeitgerecht, zentrisch, vollgestempelte und einwandfreie Briefmarke ist eines der größten Vergnügen der Philatelie.
Und jeder Briefmarkensammler kann sich in den Auktionskatalogen Briefe anschauen, die ohne Worte, auch kaum beschreibbar, zeigen, was Ästhetik ist.
Wie schaut es aber mit den Grenzfällen aus? Also dort, wo die Produktion, der postalische Ablauf und sammlerische Sicherheit eine Rolle spielen?
Rollenmarken z.B., die "logischerweise" eine "artgerecht" schlechte Zähnung haben. Hier sagt der Michel, daß die Katalogpreise für solche Zähnung gelten. Jeder Sammler weiß jedoch auch, daß er diese Marken mit etwas Mühe auch einwandfrei finden kann.
Oder, die handschriftlichen Notizen auf den Bogenrändern, meist oben rechts, die dem Postbeamten die Abrechnung erleichterten, zeigte, wie groß der jeweilige Vorrat an Briefmarkenbögen noch ist. Das kann man als sammelwürdig anerkennen, stört jedoch die Ästhetik.
Ebenso wie jegliche Notizen der Sammler auf Briefmarken, Bogenrändern oder Briefen - die Ästhetik leidet, ein hoher Wertverlust ist die Folge.
Hie und da kontrovers und oft unsachlich werden Diskussionen um eine "Verunstaltung" von Briefmarken durch das Aufbringen von Prüfzeichen geführt.
"Militante" Ästhetiker, die oft sowieso keine andere Meinung neben der ihren dulden, lehnen jegliche Prüfzeichen auf Briefmarken ab. Sie schlagen ausschließlich Kurz- und Fotoatteste vor, gar eine zentrale Erfassung geprüfter Objekte. Letztere Forderung scheint "lustig", wenn man sich mal die Konsequenzen vorstellt, wird aber ernsthaft vorgetragen.
Realitätsfremd.
Stellen wir uns mal Sammler wie "Du und ich" vor, die Stück für Stück den postfrischen Posthornsatz oder die gestempelten Schwarzaufdrucke von Berlin in vielen Jahren zusammenkaufen. Natürlich wären komplette Sätze, gar einheitlich zentrisch gestempelt, mit Fotoattest das absolute non-plus-ultra (dieser Tage wurde bei e-bay sogar ein solcher ange- und sehr hoch beboten). Wie aber kommt der kleine Sammler an so etwas - wenn nicht über den geduldigen Einzelwerterwerb. Und solche Einzelmarken kann man auf keinen Fall ungeprüft erwerben, weil man da ziemlich sicher sein kann, daß da etwas nicht stimmt.
Von der Briefmarkenlobby nur halbherzig bekämpft, werden seit Urzeiten Briefmarken massenhaft manipuliert, gefälscht und mit falschen Stempeln versehen. Jeder, ich wiederhole, jeder Sammler hat solch toll aussehende, ungeprüfte und wertlose Objekte in seiner Sammlung. Ich würde eine solche Sammlung, gleichgültig welche ungeprüften "Schätzchen" sich darin befinden, nur billigst kaufen. Dann wäre das Risiko vielleicht gerade noch tragbar, es könnte ja zufällig etwas Gescheites, etwas Echtes dabei sein.
Fehlende Prüfzeichen sind ein Makel.
Was mich zwangsläufig wieder den Umstand kritisieren läßt, daß Prüfer z.B. als nachgezähnt erkannte Marken nicht folgerichtig als manipuliert kennzeichnen. Warum nicht? Dies schädigt die Briefmarkensammler!!
Kurz- oder Fotoatteste sind klasse, jedenfalls dort, wo es paßt. Bestgeprüfte Briefmarken, und nur die, sind also nicht nur aus Sicherheitsgründen sammlerische Voraussetzung, sie sind auch Grundbedingung für die gesuchte und so gewünschte Ästhetik, zu der ja zwingend das definitive Wissen um die Echtheit einer Sache gehört.
Guten Tag, liebe Briefmarkenfreunde !
Gut Ding, besonders Qualität, will Weile haben, langsam wachsen.
So auch diese Seite, auf der ich, Günther Köpfer, Briefmarkensammler seit mehr als 50 Jahren, Sie herzlich Willkommen heiße.
Den Briefmarkensammler als Zielgruppe, ist der philatelistische Buch- und Zeitschriftenmarkt übersäht von Angeboten, die allesamt vorgeben, für ihn gemacht, nützlich und, logischerweise, „unentbehrlich“ zu sein.
Einige wenige unentbehrliche gibt es tatsächlich, aber selbst bei den meisten Empfehlenswerten muß man teils gewaltige Abstriche machen. Als Grund hierfür sehe ich, daß sie fast alle aus der Ecke kommen, die mit dem Briefmarkensammler möglichst gute, nur leider oft einseitige Geschäfte machen möchten - immer zu dessen Nachteil.
Viele Titel solcher Literatur muß man jedoch als „nicht empfehlenswert“ einstufen.
Hierfür Geld auszugeben, wäre wie Geld aus dem Fenster zu werfen. Durch nur teilweise Information, komplettes Weglassen oder fehlende Interpretation werden uninformierte Sammler auf falsche, ausschließlich dem Handel dienende Fährten gelockt.
Ergebnis sind, wie derzeit zigtausende, ja hunderttausende Beispiele beweisen, in Jahrzehnten teuer erkaufte, nun wertlose Sammlungen – und verärgerte Sammler.
Mit meinen diversen Internet-Auftritten möchte ich solch furchtbare Entwicklungen vermeiden helfen, und mit meiner neuen Seite www.briefmarken-literatur.de Entscheidungshilfen für oder gegen den Kauf irgendwelcher Briefmarken-Literatur geben.
Für die Bewertung stelle ich ganz einfach die logischen Ansprüche von uns Sammlern an ein Produkt dem gegenüber, was es tatsächlich beinhaltet, fertig.
Sortiert nach
Ratgeber            Kataloge und Handbuch-Kataloge
Zeitschriften         Artverwandtes
kann man dann die Bewertungsergebnisse als
"?" (für eigene Werke)        sehr empfehlenswert        
empfehlenswert
bedingt empfehlenswert         
nicht empfehlenswert
ablesen
Vom jeweils bewerteten Produkt kommt man mit einem Klick zur Besprechung, in der einmal weitere Informationen und Tipps hierzu gegeben werden, vor allem aber über, „Anspruch“, „Tatsachen“, „Realität“, „Bewertung“, wie es zum jeweiligen Urteil gekommen ist.
Freuen würde ich mich darüber, wenn ich Bewertungen zum Positiven verändern dürfte, denn das wäre ja mit der Anerkennung des Briefmarkensammlers als solchem verbunden.
Viel Spaß!