Briefmarken-Literatur
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Aus dem Briefmarken-Lexikon
Jugend
Man stelle sich eine Stadt mit, sagen wir mal, rund 220.000 Einwohnern vor, in der es zwei Briefmarkenvereine gibt. Diese Vereine haben sich sinnvollerweise darauf geeinigt, den Sammlernachwuchs konzentriert bei einem Verein zu betreuen - und so setzt sich nun eine Betreuerin für, sage und schreibe, zwei Nachwuchssammler ein. Es werden Rahmen für eine Ausstellung bestückt bzw. aufgebaut, wobei postfrische und gestempelte Einzelmarken im Vordergrund stehen, gestempelt möglichst so entwertet, daß der Stempel das Bild nicht "verunstaltet", also möglichst nur als winziges Segment auftaucht - logischerweise also nicht prüfbar. Nein, die Briefmarke ist nicht Mittelpunkt des Themas, sie ist nur bebilderndes, bestenfalls schmückendes Beiwerk.
Der zweimal monatlich stattfindende Tauschabend ist mit ca. 40 Mitgliedern, bei besonderen Anlässen könnten es auch mal doppelt so viele sein, so empfinde ich, sehr gut besucht und es wird lebhaft debattiert. Es macht Spaß, das zu beobachten. Der Vorsitzende ist, schwer zu schätzen, mit ca. Mitte 40 Jahren, zusammen mit seinem Sohn, einem der zwei Nachwuchssammler, der jüngste Teilnehmer. Der "Rest" dürfte zwischen Mitte 60 und weit über 80 Jahren liegen.
Nur mal so sinniert: Wie wird dieser Verein in 10 Jahren aussehen?
Der "Verband der Philatelie" spricht von "etwa" 3 Millionen Briefmarkensammlern in Deutschland, das wären 3,75 % der Bevölkerung, also würde etwa jeder 21. Bürger sammeln. Danach gäbe es in der angenommenen Stadt mit 220.000 Einwohnern rund 8.250 Briefmarkensammler!
Davon sind zwei Nachwuchssammler im Verein.
Ein Mitglied des Vorstandes des Verbandes berichtigte mich einmal, wohl eher nicht, um eine kritische Hinterfragung zu fördern, indem er mir mitteilte, daß der Verband sich um die Anwerbung und Pflege von "Nachwuchssammlern" nicht kümmere, das sei Sache der Vereine - und wenn die Vereine es nicht schaffen, für Nachwuchs zu sorgen, dann werden sie halt aufhören zu existieren.
Wie um alles in der Welt sollen die Vereine bei dem traurigen Bild, das dieser "Verband" abgibt, Nachwuchs generieren? Und wenn es doch mal passiert, werden sich diesen Sammlern irgendwann die Augen öffnen - und dann passiert, was seit vielen Jahrzehnten passiert, sie gehen der Philatelie verloren. Ich erinnere: 80 alte Sammler, zwei junge! Und wo sind die dazwischen?
Alte Männer, ich wiederhole mich hier erneut, ich selbst gehöre auch dieser Altersgruppe an, schreiben den Jungen vor, wie sie die Ausstellungsrahmen zu bestücken haben, statt ihnen zu gestatten, ihre Phantasien, ihre Begeisterung auszuleben, frischen Wind in diese verkrusteten Strukturen zu bringen und ihnen dabei unter Beachtung der eigenen (meist) negativen Erfahrungen zu helfen, Briefmarken richtig zu sammeln.
Dieser Verband, dessen Internetauftritt übrigens 117 (EINHUNDERSIEBZEHN) User mit dem berühmten erhobenen Daumen positiv bewerten, läßt es zu, daß die wenigen jungen Sammler, die alten werden es ja sowieso und haben sich meistens in ihr Schicksal ergeben, ausgenommen werden wie die Weihnachtsgänse, leitet sie zu erfolglosem Abo- und massenhaftem Schrottsammeln und zu unsinnigem Zubehör an - und sagt zu den Mißständen kein Wort.
Ich bin davon überzeugt, daß unser Hobby auf junge Menschen unvermindert die gleiche Faszination ausübt, die es auch auf uns ausübte bzw. ausübt. Daß es viele junge und jüngere Sammler gibt, die auf einem guten Weg sind, die aber vor allem dann "dabei" bleiben werden, wenn ihre Erfahrungen in eine positive Entwicklung münden, sie sehen, daß das, was sie sammeln, kaufen, mit Spaß zusammentragen, einen Wert hat, eine Sammlung entsteht, die andere dazu anregt, das gleiche zu tun, die an ihrer Sammlung interessiert sind.
Man sollte Leuten, die Sätze wie den folgenden formulieren und auch noch im Namen der Philatelie öffentlich machen, das Handwerk legen, denn zu offensichtlich ist, daß sie nur in die eigene Tasche schreiben, andere über den Tisch ziehen wollen:
"Wenngleich ein Briefmarkensammler seine Schätze nicht zusammenträgt, um sie eines Tages gewinnbringend verkaufen zu können, so muß das Kapitel `Verkauf´ doch auch in diesem Rahmen gestreift werden."
So ein, Entschuldigung, Schwachsinn! Ich sammle Briefmarken, weil ich einen Wert zusammentragen möchte - und das mit einem wunderbaren Zeitvertreib und Spaß ohne Ende.
Und das ist so einfach! Ich sammle keinen Schrott, zahle keine überzogenen Preise oder kaufe gar Sonderangebote (die gibt es in der Philatelie nicht!), vermeide sinnloses Zubehör, betrachte die heutigen Katalogpreise als "hirnrissig" - und beurteile den Markt als das, was er ist: eine riesige Täuschung und Übervorteilung der Sammler, sehr hart am Rande der Legalität, oft diese Linie überschreitend.
Ich sammle nur erste Qualität: Q1!
Und damit mein Tip an alle kritisch Mitdenkenden, besonders aber an die Jugend: Wer ausschließlich Q1, also erste Qualität sammelt, hat sein Freizeitvergnügen gefunden, einen erfolgreichen Spaß fürs ganze Leben.
Und an die gerichtet, die darauf aus sind, nur abzuzocken, ohne eine Gegenleistung zu erbringen: den Ast auf dem ihr sitzt, habt ihr schon fast abgesägt.
Guten Tag, liebe Briefmarkenfreunde !
Gut Ding, besonders Qualität, will Weile haben, langsam wachsen.
So auch diese Seite, auf der ich, Günther Köpfer, Briefmarkensammler seit mehr als 50 Jahren, Sie herzlich Willkommen heiße.
Den Briefmarkensammler als Zielgruppe, ist der philatelistische Buch- und Zeitschriftenmarkt übersäht von Angeboten, die allesamt vorgeben, für ihn gemacht, nützlich und, logischerweise, „unentbehrlich“ zu sein.
Einige wenige unentbehrliche gibt es tatsächlich, aber selbst bei den meisten Empfehlenswerten muß man teils gewaltige Abstriche machen. Als Grund hierfür sehe ich, daß sie fast alle aus der Ecke kommen, die mit dem Briefmarkensammler möglichst gute, nur leider oft einseitige Geschäfte machen möchten - immer zu dessen Nachteil.
Viele Titel solcher Literatur muß man jedoch als „nicht empfehlenswert“ einstufen.
Hierfür Geld auszugeben, wäre wie Geld aus dem Fenster zu werfen. Durch nur teilweise Information, komplettes Weglassen oder fehlende Interpretation werden uninformierte Sammler auf falsche, ausschließlich dem Handel dienende Fährten gelockt.
Ergebnis sind, wie derzeit zigtausende, ja hunderttausende Beispiele beweisen, in Jahrzehnten teuer erkaufte, nun wertlose Sammlungen – und verärgerte Sammler.
Mit meinen diversen Internet-Auftritten möchte ich solch furchtbare Entwicklungen vermeiden helfen, und mit meiner neuen Seite www.briefmarken-literatur.de Entscheidungshilfen für oder gegen den Kauf irgendwelcher Briefmarken-Literatur geben.
Für die Bewertung stelle ich ganz einfach die logischen Ansprüche von uns Sammlern an ein Produkt dem gegenüber, was es tatsächlich beinhaltet, fertig.
Sortiert nach
Ratgeber            Kataloge und Handbuch-Kataloge
Zeitschriften         Artverwandtes
kann man dann die Bewertungsergebnisse als
"?" (für eigene Werke)        sehr empfehlenswert        
empfehlenswert
bedingt empfehlenswert         
nicht empfehlenswert
ablesen
Vom jeweils bewerteten Produkt kommt man mit einem Klick zur Besprechung, in der einmal weitere Informationen und Tipps hierzu gegeben werden, vor allem aber über, „Anspruch“, „Tatsachen“, „Realität“, „Bewertung“, wie es zum jeweiligen Urteil gekommen ist.
Freuen würde ich mich darüber, wenn ich Bewertungen zum Positiven verändern dürfte, denn das wäre ja mit der Anerkennung des Briefmarkensammlers als solchem verbunden.
Viel Spaß!