Briefmarken-Literatur
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Aus dem Briefmarken-Lexikon
Doppeldrucke / Bilddoppeldrucke
In der Philatelie gibt es an sich die Regel, daß "Druckzufälligkeiten" zwar eine nette Auflockerung einer Sammlung sein können, jedoch katalogmäßig nicht erfaßt werden, weil ein "regelmäßiges" Vorkommen nicht feststellbar ist.
Doppeldrucke sind so eine Druckzufälligkeit - und sollten somit keine Aufnahme in die Kataloge gefunden haben.
Doch keine Regel ohne Ausnahme, zumal in der Philatelie, wo Lobbyisten in der für sie "glücklichen" Situation sind (waren), befreit von moralischen Bedenken, einen Markt nach Gutdünken steuern und beliebige Geschäftsfelder erschließen zu können.
Und so wurden Doppeldrucke in Kataloge aufgenommen - und Sammler zahlten, (hat) die Bibel hat immer recht (?), dafür die horrenden, vom Handel implizierten Preise.
1992 erkannte man offensichtlich den Fehler!
Und wie berichtigt man so einen derben Fauxpas?
Logisch, nach Gutsherrenart - und zu Lasten der Sammler?
Im Michel Spezial erschien folgende Notiz:
"Doppelbilddrucke: Da es sich eigentlich um eine Druckzufälligkeit handelt (siehe auch unter "Abarten" in der Einführung), werden Doppelbilddrucke seit 1992 nicht mehr signiert und ab diesem Zeitpunkt auch nicht mehr in die Michelkataloge aufgenommen."
Und jetzt, hurra, der neue Michel Deutschland Spezial 2013 ist da, kann man eine neue Notiz lesen:
"Doppel- oder Mehrfachbilddrucke: Da es sich eigentlich um eine Druckzufälligkeit handelt (siehe auch unter "Abarten" in der Einführung), werden Doppelbilddrucke seit 1992 nicht mehr signiert, wurden auch nicht mehr neu in die Michel-Kataloge aufgenommen und nun konsequenterweise gestrichen."
21 Jahre liegen zwischen diesen beiden "Notizen" in der der Michel nun lapidar bestätigt, was schon 1992 hätte geschehen müssen: Hallo, lieber Sammler, ihr habt leider viel unnötiges Geld ausgegeben, Doppel- und Mehrfachbilddrucke sind wertlos.
Und der resignierte Sammler bemerkt: Man erwartet einfach nicht anderes, wir Sammler sind doch immer die Dummen.
Der Michel schreibt auf dem Einband der neuen Kataloge:
100 Jahre Michel-Kataloge - neutral - kompetent - zuverlässig.
Neutral ist anders, denn da würden auch die Sammler irgendwo berücksichtigt werden.
Guten Morgen, liebe Briefmarkenfreunde !
Gut Ding, besonders Qualität, will Weile haben, langsam wachsen.
So auch diese Seite, auf der ich, Günther Köpfer, Briefmarkensammler seit mehr als 50 Jahren, Sie herzlich Willkommen heiße.
Den Briefmarkensammler als Zielgruppe, ist der philatelistische Buch- und Zeitschriftenmarkt übersäht von Angeboten, die allesamt vorgeben, für ihn gemacht, nützlich und, logischerweise, „unentbehrlich“ zu sein.
Einige wenige unentbehrliche gibt es tatsächlich, aber selbst bei den meisten Empfehlenswerten muß man teils gewaltige Abstriche machen. Als Grund hierfür sehe ich, daß sie fast alle aus der Ecke kommen, die mit dem Briefmarkensammler möglichst gute, nur leider oft einseitige Geschäfte machen möchten - immer zu dessen Nachteil.
Viele Titel solcher Literatur muß man jedoch als „nicht empfehlenswert“ einstufen.
Hierfür Geld auszugeben, wäre wie Geld aus dem Fenster zu werfen. Durch nur teilweise Information, komplettes Weglassen oder fehlende Interpretation werden uninformierte Sammler auf falsche, ausschließlich dem Handel dienende Fährten gelockt.
Ergebnis sind, wie derzeit zigtausende, ja hunderttausende Beispiele beweisen, in Jahrzehnten teuer erkaufte, nun wertlose Sammlungen – und verärgerte Sammler.
Mit meinen diversen Internet-Auftritten möchte ich solch furchtbare Entwicklungen vermeiden helfen, und mit meiner neuen Seite www.briefmarken-literatur.de Entscheidungshilfen für oder gegen den Kauf irgendwelcher Briefmarken-Literatur geben.
Für die Bewertung stelle ich ganz einfach die logischen Ansprüche von uns Sammlern an ein Produkt dem gegenüber, was es tatsächlich beinhaltet, fertig.
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kann man dann die Bewertungsergebnisse als
"?" (für eigene Werke)        sehr empfehlenswert        
empfehlenswert
bedingt empfehlenswert         
nicht empfehlenswert
ablesen
Vom jeweils bewerteten Produkt kommt man mit einem Klick zur Besprechung, in der einmal weitere Informationen und Tipps hierzu gegeben werden, vor allem aber über, „Anspruch“, „Tatsachen“, „Realität“, „Bewertung“, wie es zum jeweiligen Urteil gekommen ist.
Freuen würde ich mich darüber, wenn ich Bewertungen zum Positiven verändern dürfte, denn das wäre ja mit der Anerkennung des Briefmarkensammlers als solchem verbunden.
Viel Spaß!